Dienstagsprobe 2011-05-17, Thema: Impulse
== Gedanken, die ich mir im Vorhinein gemacht habe, vor der genauen Planung: ==
[ELEMENTE (i.e., was gibt es für Typen von Impulsen, und was ist dafür noch relevant):]
* [10] Peripheres Sehen
* [20] Koerperkontakt-Impulse
- [23] Taktile Impulse von nicht-Menschen/nicht-Tieren
* [30] Augenkontakt-Impulse
* [40] Nichtkoerperkontakt-Bewegungsimpulse
* [50] Akustische Impulse
* [70] "Szenische"/semantische Impulse
<Gerade das letztere ([70]) ist ja beim Improtheater auch recht wichtig. Aber ich finde es schwierig, das klar als "Impuls" herauszuarbeiten. Muss vielleicht gar nicht? Naja, sowas wie ein (ungewolltes?) Angebot wäre vllt. was in die Richtung :).>
"Welche Moeglichkeiten habe ich? Ich habe mich bewusst fuer eine entschieden; die andern sind auch da, aber denen gtehe ich gerade nicht nach. Welche Impulse sind da? Nachgehen, oder bewusst nicht6 nachgehen, aber wahrnehmen."
[SPIELIDEEN]
* Ausschuetteln zum herunterkommen
* Genau n Leute gehen. Auf eigenen Impuls auch achten! [40]
* "Spion"-spiel aus Vlcek [40, 30]
* Klatscher im Kreis herumgeben, dann quer durcheinander [30]
* Birgit-herumlauf-Richtungsaenderungsspiel
- mit, beim Stehenbleiben, der Moeglichkeit, sich am Orte zu Bewegen. Nimmt aber etwas Achtsamkeit weg.
* 9-Punkte-Spiel.
* "Warten". [nichts passieren muessen trainieren]
* Spiele mit Stille dazwischen (-> IMPRObang)
* Haendetanz [20]
* Eigenes Koerper(un)gleichgewicht; mit labilem GW spielen
* Was mit Schreien
* Samuraispiel [40]
[QUALITATIVER ABLAUF]
* Auspowern
- "Herumtoben", um die Leute, die sich noch nicht konzentrieren koennen, auszupowern, den Tag vergessen lassen, Spass haben. Danach dann alle gemeinsam zur Ruhe kommen.
* Zur Ruhe kommen
* "Es ist nicht noetig, dass etwas passiert. Nicht auf Druck etwas passieren lassen muessen."
* Zu sich selbst finden
- Koerper entspannen
- Koerperteile baumeln lassen
- Atemuebung?
- Bewegungsuebung (mit sich selbst)?
- Alle Gelenke kennenlernen
* Eigene Impulse
* Warnehmung schaerfen, ohne auf etwas bestimmtes zu konzentrieren / peripheres Sehen
* Stimme aufwaermen
* In Kontakt mit anderen kommen
* Versch. Impulsuebungen
[FUER "MICH"]
* Es ist experimentell. Besonders um Feedback bitten. Vllt. schon vorher sagen, damit darauf geachtet wird?
== So, und die Probe selber: ==
<Wichtigster Punkt im Feedback zur Verbesserung: Mehr spielen, weniger Übungen! Aber ansonsten war's wohl gut angekommen. Also für den Spielleiter: Nicht versuchen, alles, was ich toll finde, in eine Probe packen!!>
(Die Minuten habe ich mir vorher so überlegt; aber ich habe nicht nachvollzugen, wie lange die Einzelelemente wirklich waren. Teilweise waren die Gesamtblöcke aber kürzer.)
[KOERPERLICH AUSPOWERN] [=15m]
* Fangen "Maus durchkriechen" [10m] [[Oder Freund-Feind]]
- Um die Stimme auszupowern: Wer befreit wurde muss hochhuepfen und einen Schrei ausstossen.
. [Falls das fuer den Faenger dann zu einfach wird: Muss halt ein Handicap bekommen, wie z.B. Geschwindigkeitseinschraenkung.]
* Schuetteln. Alles, was man schuetteln kann. [5m]
* Gegenseitig ausklopfen, dann Abstreichen
[BEI SICH ANKOMMEN] [=25m]
* Stehenbleiben [=3m]
- Aus dem Schuetteln ein Baumeln machen: Aufrecht stehen, aus der Huefte heraus drehen, Arme baumeln. [2m]
- "Ton-entspannen": Ton von oben nach unten fallenlassen (3-5x) [1m]
. Beim letzten Mal mit Oberkoerper zusammensacken, Auswippen, hangen bleiben. Dann langsam einatmend aufrichten, haltend, ausatmend strecken.
"Bleibt bei Euch".
* "Meditation": [5-10m]
- Stehen, wer will kann auch sitzen, aber moeglichst entspannt und angenehm die Haltung.
. <Am Ende haben die meisten gelegen.>
- In sich hineinhorchen. Nehme ich etwas wahr? (Z.B. Atem.) Beobachtet den Atem. Drauf konzentrieren, ohne irgend etwas zu forcieren. Lasst den Atem kommen und gehen wie er will. Nur beobachten was ist. Und auch nicht forcieren, irgend etwas bestimmtes wahrzunehmen. (Augen auf oder zu ist egal, aber fokussiert nichts.)
[Direkter Uebergang aus Meditation]
* Bewegungsimpulsen folgen aus Improwiki [5m]
==
http://www.improwiki.de/improtheater/Bewegungsimpulsen_folgen ==>
Die Spieler legen sich entspannt auf den Boden (mit möglichst viel Platz um sich herum, eventuell auf Isomatten) und schließen die Augen.
Nun spüren sie in ihren Körper hinein. Wenn sie irgendeinen Bewegungsimpuls spüren, folgen sie ihm. Das kann ein Zucken mit irgendeinem Körperteil sein, oder auch mal eine größere Bewegung. Was sich dabei ergibt, ist völlig egal, es braucht keine "Bedeutung zu haben" und auch niemandem peinlich zu sein (alle sind ja auch blind). Es geht nur darum, die inneren Impulse zu spüren und ihnen zu folgen.
Nach etwa 5 Minuten beendet der Spielleiter die Übung, die Spieler kommen im Sitzkreis zusammen und berichten über ihre Erfahrungen.
Variante: Man kann die Übung auch im Stehen machen.
<==
- <Beobachtung (wenn ich mich recht erinnere, betrifft dies "Bewegungsimpulse folgen" und "Portale"): Es gab Leute mit Haltungen, die nicht sehr zum Bewegen einluden, mit viel Kontakt zu festen Dingen, und derartig, dass es Anstrengung bedürft hätte, da was zu ändern. Beim nächsten Mal darauf achten ... (einfaches Liegen auf dem Boden zähle ich nicht dazu, das ist immer noch sehr beweglich. Aber z.B. sitzend nach hinten gelehnt in eine Ecke)>
* "Portale" [5-10m]
- Findet eine kurze, periodische Bewegung mit dem Koerper, die nicht anstrengend ist.
- Widerholt diese. Dabei (jeweils nach etwas Machenlassen):
. Bewegung und Koerper beobachten. Wann werden welche Gelenke geknickt, Bodenberuehrung, etc.
. Achtet darauf, an welchen Stellen Ihr die Bewegung verandern oder in eine andere uebergehen koenntet. Entdeckt die Variationsmoeglichkeiten. Aber macht weiter Eure Bewegung: "Es gibt diese anderen Moeglichkeiten, aber ich habe mich fuer die aktuelle entschieden".
. Nun: Bewegung veraendern.
- Übergang zu "Blatt in Wind":
. In paaren: Einer ist "Blatt", anderer macht Wind (durch pusten, oder wedeln, etc.). Auf den Wind entsprechend durch Bewegung reagieren. Danach haben wir es so gemacht, dass die Blätter auf jeglichen Wind reagieren sollen, und die Windmacher auch nicht nur ein festes Blatt zugeordnet haben.
[BEI DER GRUPPE ANKOMMEN] [=27m]
. Findet einen Uebergang zum Im-Raum-Herumgehen.
* Durch den Raum Gehen. [=11m]
- Beobachtet die anderen. Nehmt wahr, wenn etwas auffaellt. Aber sucht nicht nach Auffaelligem. [2m]
- Geht schnell (aber nicht rennen. GEHEN), Zielstrebig, und aufmerksam. [2m]
. Beim Umkehren sich ins Ungleichgewicht bringen, zurueckfallen (und abfangen), dadurch Richtung wechseln.
- Gemeinsam anhalten (moeglichst gleichzeitig und Schlagartig, nicht fliessend), losgehen, anhalten. [2m]
. Wahrnehmung unspezifisch auf alles (nichts fixieren!). Dann unspezifisch auf das, was 90G links von einem ist, dann auf das, was 90G rechts von einem ist.
- Genau n Leute gehen [5m]
. Geht los, wenn Ihr einen eigenen Impuls habt, oder wenn der Gehende anhaelt.
. NUR FALLS LUST/ZEIT IST: Nun: Leute stehen auf Gitter. Einer macht einen Zug zu anderem Gitterpunkt (-> 9-Punkte-Spiel). [+10m]
- "Spionagering" (Vlcek, Nr. 120, S. 113): [5m]
. Alle stehen. Unauffaellig, defukussiert, aufmerksam Umgebung beobachten.
. Spion geht entschlossen umher. Fordert mit minimalem Augenkontakt jm. auf, zu uerbernehmen. (Wichtig: Nur Blickkontakt. Keinerlei andere Signale.)
. Nun Variante: Einer der Stehenden kann auffordernd werden, in dem er den Spion fixiert, bis dieser herschaut.
<Beobachtung: Gerade das schnelle durch den Raum GEHEN war hier gut, hat es doch etwas "power" reingegeben, nach dem vorher so viel ruhig war.>
* Im Kreis.
- Klatscher weitergeben: [=9m]
. Augenkontakt aufnehmen, dann
. gleichzeitig klatschen.
. Zuerst im Kreis, dann durcheinander. [2m + 5m]
. Nun durch den Raum laufend. [2m]
<Insbesondere Klatscher über Entfernung beim durch-den-Raum-Laufen weitergeben, und das gemeinsame anhalten / losgehen wurde lobend hervorgehoben>
So, und nun war es wirklich genug an solchen Übungen, schon zu viel gewesen!, das "Birgit-Herumlaifspiel" war noch geplant, aber nicht gemacht. Dafür:
[Energetisieren]
* Hi, Ha, Ho!
[ASSOZIATIONEN] [=10-15m]
* Krefelder Triade [5-10m]
[SPIELE]
* <Wir haben dann noch ein bisschen was gespielt, weiß aber nicht mehr, was :). Es war auf jedenfall ein Freeze dabei.>
[ENDE: 21:50]
* "Stirb"
- Leute stehen in einer Reihe nebeneinander. Einer steht vor ihnen und guckt die an, und zeigt immer auf jemanden. Es wird eine fortlaufende Geschichte erzählt. Es redet immer die Person, auf die gezeigt wird. Das zeigen kann (und sollte!) oft, und insbesondere auch mitten im Satz, auf eine andere Person wechseln (Wechsel deutlich machen, z.B. durch Klatschen). Diese Person muss dann nahtlos weitermachen. Bei Fehler (z.B. bei Unterbrechung mitten im Satz passt das weitergemachte syntaktisch nicht mehr zum vorherigen), zu lange zögern, oder wenn man sowas wie "ähm" macht: Ausruf "Stirb!", und die betreffene Persoin tritt vor und inszeniert theatralisch ihren Tot. Dann geht es weiter. So lange, bis nur noch eine Person übrig ist.
* Am Ende noch kurz Ruhe (nach allem aufregenden und vor dem Zaehlen, also nach dem "Stirb"): In Kreis Schulter an Schulter lehnen, nach Innen, dann umarmen, und kurz so bleiben. "Dankeschoen" sagen.
* Zaehlen
* Abschluss-Dankesagen und Umarmen.
[ENERGIESPIELE NACH BEDARF]
* Sieben
* Hie, Hah, Ho!
== Was noch angedacht war, aber nicht gemacht: ==
* Nach dem Klatscher quer durch den Raum geben beim Herumlaufen: Weiter durch den Raum laufen.
- "Birgit"-herumlaufspiel. [10m]
. Mit Variante: Wenn man sich Begegnet, kann man zusammen am Ort was improvisieren (ohne Reden, ohne Fokus auf szenisches).
* Spiele im IMPRObang-Rahmen [15-30m]
- Hinsetzen um das Spielfeld
- Stille
- Spielrundenbeginn, wenn einer Aufsteht und sich an den Rand des Feldes positioniert
- Andere koennen noch dazukommen
- Sobald einer auf das Feld geht: Spielrunde gestartet, nun keine mehr dazu.
- JedeR, der/die am Rand steht: Geht rein, wenn Impuls verspürt.
- Ende, sobald von innen jemand das Feld verlaesst, aussen jemand "Schluss" sagt, oder innen jemand "Schluss" sagt (Schluss auf jeden Fall deutlich machen).
. Ende wird akzptieren, sofort. Wieder hinsetzen, _Stille_ (sehr wichtig, die Stille direkt danach!).
- Neue Runde.
- Letzte Runde vom Spl. angesagt, [OPTIONAL, geht vllt. nicht bei szenischem Spiel] dann duerfen zu beliebiger Zeit alle dazukommen, am Ende alle auf der Buehne4 (Abschlussbild).
== Und was noch so an Ideen da war, die aber nicht ins Umsetzen eingeplant wurden: ==
* Koerperbeweguns-Impulskreis
* Nach dem Klatscher quer durch den Raum geben beim Herumlaufen: Weiter durch den Raum laufen.
- Nehmt weiterhin Blickkontakt auf, aber gebt andere Impulse (Euch freigestellt) weiter: Macht was aus dem Kontakt. [=7m]
. Seit dabei offen fuer Impulse des anderen. Lieber keinen Impuls setzen, als zwei unterschiedliche, nichtzusammenpassende. Es darf auch sein, dass keiner einen setzt. Das ist dann besonders interessant (man weiss es ja nicht): Aufnehmen! [2m]
. Dann etwas laenger zu zweit zusammen bleiben und nicht-szenisch improvisieren. [5m]
== Und was ich wann anders gerne mal machen würde: ==
* Augenkontaktspiele,
* Vertrauensspiele,
* Körperkontaktlastige Spiele.
Ciao,
Felix.